Soziale Finanzierungsform


Die Idee der „Public Social Private Partnership“ (PSPP) greift die Funktionsbeschreibung des Begriffs PPP (in der Funktion als Finanzierungsmodell) auf, um sie für soziale Interessen nutzbar zu machen. Ein PSP Partnership ist inhaltlich auf ein spezielles Tätigkeitsfeld bezogen und setzt sich explizit für die Finanzierung und Ressourcengenerierung für Produkte und Dienstleistungen zur Verfolgung von Gesellschaftlichen Schutz- und Erhaltungsinteressen bzw. zur Verbesserung der Lebenssituation und Lebenschancen benachteiligter Menschen bzw. Menschengruppen zum Ziel: PPP als Finanzierungs- und Ressourcengenerierungs-Instrument für benachteiligte Menschen wird zum PSPP.

Über die Funktionsbeschreibung als Finanzierungsmodell hinaus werden von den PPP-Modellen folgende Elemente für PSPP übernommen:


  • Längerfristig oder auf Dauer angelegte Interaktion zwischen öffentlicher Hand und AkteurInnen aus dem privaten Sektor

  • Partnerschaftsprinzip dahingehend, dass die Ziele und Nutzenerwartungen der beteiligten Partnerunternehmen und –organisationen miteinander kompatibel sind.

  • Partnerschaftsprinzip im Sinne einer Ressourcenzusammenführung zur gemeinsamen Finanzierung
  • Partnerschaftsprinzip im Sinne der Schaffung von Synergiepotenzialen

  • Intakt bleibende Identität der Partnerunternehmen und -organisationen
  • Lebenszykluskonzept: Beachtung und Integration des ganzheitlichen Prozesses, der aus verschiedenen Teilmodulen besteht

  • Die Partnerschaft kann entweder langfristig projektbezogen sein (Orientierung an einer Projekt-PPP) oder auf Dauer angelegt sein (Orientierung an Organisations-PPP)

 

Das PSPP-Modell übernimmt also viele Aspekte und Merkmale herkömmlicher PPPs. Im Vergleich zu PPP-Modellen stellt eine Public Social Private Partnership jedoch eine Spezifizierung dar, insbesondere hinsichtlich folgender drei Punkte:

 

  • Die Zielsetzung ist die Verfolgung von Gesellschaftlichen Schutz- und Erhaltungsinteressen.

  • PSPP ist explizit ein Finanzierungsinstrument für die Errichtung und Umsetzung sozialer Leistungen.

  • Die beteiligten Akteure und Akteurinnen werden erweitert um Partnerunternehmen und –organisationen aus der Sozialwirtschaft